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Erfahrung und "Überparteilichkeit" als Trümpfe

Delegierte der CVP Kanton St.Gallen nominieren Martin Gehrer für den zweiten Regierungs-Wahlgang

Die Delegierten der CVP Kanton St.Gallen folgten in St.Gallen nach engagierter Diskussion dem Antrag ihrer Parteileitung und nominierten Staatssekretär Martin Gehrer für den zweiten Regierungs-Wahlgang vom 4. Mai. Die Delegierten waren sich einig: Mit seiner "Überparteilichkeit" ist Martin Gehrer der Mann der Stunde für den zweiten Wahlgang.
 
Es war im Vorfeld der DV klar geworden: Das Wahlergebnis vom Sonntag hat bei der CVP Kanton St.Gallen Enttäuschung ausgelöst. Parteipräsident Urs Schneider rief deshalb zu Beginn der Versammlung dazu auf, diese Enttäuschung wegzustecken und engagiert weiterzukämpfen: "Unser Volkswirtschaftsdirektor Josef Keller ist überzeugend wiedergewählt worden, und die CVP ist nach wie vor mit Abstand die zweitstärkste Kraft im Kanton! Unser Anspruch auf den zweiten Regierungssitz ist klar ausgewiesen."

Kompetent, lösungsorientiert, integrierend

Die Delegierten folgten nach intensiver Diskussion dem Antrag von Parteileitung und Parteirat, Staatssekretär Martin Gehrer für den zweiten Wahlgang zu nominieren: Martin Gehrer wurde mit 121 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung mit überwältigendem Mehr nominiert und mit grossem Applaus bedacht. Zuvor hatte sich Gehrer den Delegierten als kompetenter, lösungsorientierter und integrierender Kandidat mit dem Blick fürs Ganze präsentiert: "Aufgewachsen in einer Grossfamilie – mit vier Schwestern und sieben Brüdern – weiss ich, was Solidarität bedeutet. Ich weiss aber auch, dass eine florierende Wirtschaft der Nährboden auch für sozial Schwächere ist. Das Gesamtwohl liegt mir stark am Herzen."

Dank an Lucrezia Meier-Schatz und Armin Eugster

Martin Gehrer beantwortete auch gleich die Frage, warum er nicht schon zum ersten Wahlgang angetreten ist: "Im ersten Wahlgang hat sich unsere Partei zum Ziel gesetzt, den dritten Regierungssitz wieder zurückzugewinnen. Es war ein ausgewogenes, gutes Dreier-Ticket gefragt, und das hatten wir mit Joe Keller, Lucrezia Meier-Schatz und Armin Eugster. Leider wurden Lucrezia Meier-Schatz und Armin Eugster deutlich unter Wert geschlagen. Ich bedaure das, weil ich weiss, was die beiden für die Partei geleistet haben, keinen Aufwand und keine Mühen scheuten, um für uns erfolgreich zu sein." Jetzt aber, da sich die Ausgangslage völlig anders präsentiere, sei er nach der Anfrage der Parteileitung motiviert und stelle sich zur Verfügung, alle Kräfte für den zweiten Wahlgang zu sammeln und zu mobilisieren.

Die Chance packen

Die Anfrage der Parteileitung an Martin Gehrer war am Montag nach dem Wahltag erfolgt, nachdem die Parteileitung zum Schluss gekommen war, dass es aufgrund des neuen Wähleranteils der CVP nicht mehr angemessen gewesen wäre, mit zwei Kandidierenden in den zweiten Wahlgang zu steigen. Zugleich beurteilten sie aufgrund ihrer Wahlchancen-Analyse die Aussicht, mit den beiden bisherigen Kandidierenden Lucrezia Meier-Schatz und Armin Eugster den zweiten Regierungssitz zu sichern. Parteipräsident Urs Schneider betonte jedoch: "Die Parteileitung hat das Vertrauen in Lucrezia Meier-Schatz und Armin Eugster als Personen und in ihre Leistungen nicht verloren – ganz und gar nicht. Der neue Antrag der Parteileitung basiert einzig und allein auf der Evaluation der Wahlchancen, um den zweiten Regierungssitz zu sichern."

Mehrere Delegierte zeigten sich in ihren Voten überzeugt, dass es mit dem gemeinsamen Einsatz aller gelingen werde, am 4. Mai als Sieger über die Ziellinie zu laufen. Das betonte auch Urs Schneider: "Martin Gehrer ist aufgrund seiner Funktion in der breiten Bevölkerung noch nicht sehr bekannt. Ich bin aber überzeugt, dass dies mit einem engagierten Wahlkampf-Effort aufzuholen ist. Die Gespräche mit den Regionalparteipräsidenten zeigen uns, dass Martin Gehrer innerhalb unserer Partei rund um den Kanton, aber auch über die Parteigrenzen hinaus breite Unterstützung geniesst und dass eine grosse Bereitschaft besteht, für seine Kandidatur zu kämpfen und den nötigen Ruck zu schaffen. Diese Chance müssen wir packen!"

19.03.2008
 
 


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